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Archiv für Januar 17, 2010

Was sind Community of Practice (CoP)?

Als ich mich dem Thema Community of Practice näherte, stelle ich mir als erstes die Frage, was Community of Practice eigentlich sind.

Bei Wikipedia fand ich dann folgende Erklärung.

Der englische Begriff Community of Practice (CoP), bezeichnet eine praxisbezogene Gemeinschaft von Personen, die informell miteinander verbunden sind und ähnlichen Aufgaben gegenüber stehen.
Der Begriff der Communities of Practice hat nicht den gleichen Bedeutungshof und historische Entwicklung des Begriffs wie das deutsche Wort Arbeitsgemeinschaft.
Bei dem Modell der Communities of Practice handelt es sich um den Versuch, die ‘Anatomie’ der Verzahnung individueller Lernprozesse mit denen der Weiterentwicklung der einbettenden sozialen Gemeinschaft aufzuzeigen.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Community_of_Practice; 2010)

Doch was können die Communities of Practice für Schule bedeuten?
Hier fand ich einen guten Ansatz auf der Seite des Methodenpool der Universität Köln.

Communities of Practice stehen in engem Zusammenhang mit dem Ansatz des situierten Lernens und des kooperativen Lernens. Hier wurden einige Seiten zur Orientierung ausgewählt.

Weitere Informationen

Einen Überblick zum situierten Lernen und kooperativen Lernen bieten Ihnen die folgenden Texte: Situiertes Lernen und Kooperativer Unterricht.

Informelles Lernen in der Schule

Januar 17, 2010 2 Kommentare

Es gibt Hinweise darauf, dass mehr als 70 Prozent der Lernprozesse in Formen des nichtformalen und/oder informellen Lernens ausserhalb des Schulsystems stattfinden. Doch wie lässt sich Lernen unterteilen?
Die Europäische Kommission hat hierzu 2001 folgende Definitionen gefunden.

Formales Lernen
Lernen, das üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung stattfindet, (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) strukturiert ist und zur Zertifizierung führt. Formales Lernen ist aus der Sicht der Lernenden zielgerichtet.

Nichtformales Lernen
Lernen, das nicht in Bildungs- oder Berufsbildungseinrichtungen stattfindet und üblicherweise nicht zur Zertifizierung führt. Gleichwohl ist es systematisch (in Bezug auf Lernziele, Lerndauer und Lernmittel). Aus Sicht der Lernenden ist es zielgerichtet.

Informelles Lernen
Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet. Es ist (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung. Informelles Lernen kann zielgerichtet sein, ist jedoch in den meisten Fällen nichtintentional (oder inzidentell/beiläufig).
(Europäische Kommission, 2001)

Doch sind diese Grenzen immer eindeutig?

Informelles Lernen in der Schule

Es scheint als können informelle Lernprozesse nur über Umwege gefördert werden. Schule hat somit die Aufgabe adäquate Rahmenbedingungen zu schaffen, anregende Lernumgebungen zu konstruiert und/oder die Fähigkeit zur Selbststeuerung zu stärken.

Beim Entwurf von Rahmenbedingungen für informelles Lernen stellt sich immer die Frage, wie viel Analyse und Struktur informelles Lernen überhaupt verträgt.

Dennoch können folgende Rahmenbedingungen als förderlich erachtet werden:

  • Zeit und Raum für Lernen schaffen
  • Gelegenheiten zum informellen Lernen schaffen
  • Aufmerksamkeit auf Lernprozesse lenken
  • Reflexionsfähigkeit stärken
  • Klima von Zusammenarbeit und Vertrauen schaffen
  • Autonomie und Beteiligung der Lernenden stärken
  • Anerkennungssysteme schaffen

Weitere Informationen

  • Einen umfassenden Überblick zum Zusammenhang von informellem Lernen und E-Learning bietet Ihnen der Langtext: Informelles Lernen.

Quelle

e-teaching.org (2006): Informelles Lernen. URL: http://www.e-teaching.org/didaktik/theorie/informelleslernen/Informelles_Lernen_Langtext.pdf (16.01.2010)

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